# Schufa-Eintrag nach Inkasso

> **Kurz erklärt:** Ein Schufa-Eintrag nach Inkasso ist die Meldung einer offenen Forderung an eine Auskunftei, meist durch das Inkassobüro. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, Maßstab für den Score § 31 BDSG. Bezahlte Forderungen bleiben nach den Verhaltensregeln der Auskunfteien in der Regel drei Jahre gespeichert, unter Bedingungen nur 18 Monate.

- Thema: [Online-Coaching-Recht](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/thema/online-coaching-recht/)
- Verfasst von: [Redaktion Kanzlei CleverLaw](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/redaktion/)
- Stand: 28.10.2026
- Quelle: https://cleverlaw.de/rechtslexikon/schufa-eintrag-nach-inkasso/

## Darf ein Schufa-Eintrag nach Inkasso einfach gemeldet werden?

Ein Schufa-Eintrag nach Inkasso entsteht nicht automatisch. Die Schufa ist eine private Wirtschaftsauskunftei. Sie speichert Zahlungsstörungen, die ihr Vertragspartner melden, und stützt sich dabei auf ein berechtigtes Interesse nach Art. 6 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchst. f DSGVO ([BGH, Urteil vom 18.12.2025, I ZR 97/25](https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2025/I_ZR__97-25.pdf?__blob=publicationFile&v=1)).

Welche Forderungen in eine Bonitätsbewertung einfließen dürfen, beschreibt [§ 31 Abs. 2 BDSG](https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_2018/__31.html): titulierte Forderungen, etwa aus einem [Vollstreckungsbescheid](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/vollstreckungsbescheid/), ausdrücklich anerkannte Forderungen oder solche, bei denen Du nach Fälligkeit mindestens zweimal schriftlich gemahnt wurdest, die erste Mahnung mindestens vier Wochen zurückliegt, Du vorher auf die mögliche Meldung hingewiesen wurdest und die Forderung nicht bestritten hast. Auch die Verhaltensregeln der Auskunfteien erfassen nur fällige, offene und bei Übermittlung unbestrittene Forderungen.

Wer eine Forderung für unberechtigt hält, widerspricht deshalb am besten schriftlich und begründet, bevor sie gemeldet wird, etwa bei [Inkasso wegen Coachinggebühren](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/inkasso-wegen-coachinggebuehren/), wenn der Vertrag nach § 7 Abs. 1 FernUSG nichtig sein könnte.

## Wie lange bleibt ein Schufa-Eintrag nach Inkasso gespeichert?

Ein Gesetz mit festen Löschfristen gibt es nicht. Maßgeblich sind die [Verhaltensregeln für die Prüf- und Speicherfristen der Wirtschaftsauskunfteien](https://datenschutzkonferenz-online.de/media/vr/250525_CoC_DW_.pdf), die der Hessische Beauftragte für Datenschutz zum 01.01.2025 genehmigt hat:

- **Offene Forderung:** drei Jahre ab Einmeldung, die Frist beginnt mit jeder Aktualisierung durch den Gläubiger neu (Ziffer IV.1. Buchst. a).
- **Bezahlte Forderung:** grundsätzlich drei Jahre. Schon nach 18 Monaten wird gelöscht, wenn bis dahin keine weiteren Negativdaten gemeldet wurden, keine Daten aus dem Schuldnerverzeichnis oder aus Insolvenzbekanntmachungen vorliegen und Du innerhalb von 100 Tagen nach der Einmeldung gezahlt hast (Ziffer IV.1. Buchst. b).

Der BGH hat diese Regel im Urteil I ZR 97/25 als grundsätzlich angemessen gebilligt und ein Urteil des OLG Köln aufgehoben, das sofortige Löschung nach Zahlung verlangt hatte. Die Sechsmonatsfrist des EuGH für Daten zur Restschuldbefreiung lässt sich auf eingemeldete Zahlungsstörungen nicht übertragen.

## Wie bekommst Du einen falschen Eintrag gelöscht?

Erster Schritt ist die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO. Darin siehst Du, wer was wann gemeldet hat. Ist die Forderung nie fällig gewesen, bestritten oder aus einem nichtigen Vertrag, verlangst Du vom meldenden Gläubiger den Widerruf der Meldung und von der Schufa die Löschung nach Art. 17 Abs. 1 Buchst. d DSGVO, weil die Daten dann unrechtmäßig verarbeitet werden.

Auch ein rechtmäßiger Schufa-Eintrag nach Inkasso ist nicht starr. Nach dem BGH musst Du besondere Umstände vortragen können, die Deinem Löschungsinteresse ein deutlich überdurchschnittliches Gewicht geben; dann kann die Abwägung ausnahmsweise eine kürzere Speicherung ergeben (I ZR 97/25, Rn. 52). War die Speicherung rechtswidrig, kommt Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO in Betracht.

Reagiert niemand, bleibt die Beschwerde bei einer Datenschutzaufsicht. Ist der [Coachingvertrag nichtig](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/nichtigkeit-des-coachingvertrags/), fehlt der Forderung die Grundlage, und gegen einen gerichtlichen Mahnbescheid hilft rechtzeitiger [Widerspruch](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/mahnbescheid-widersprechen/).

## Welche Folgen hat der Eintrag im Alltag?

Ein Negativmerkmal senkt den Score, den Banken vor Krediten und Vermieter über die [Mieterselbstauskunft](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/mieterselbstauskunft/) abfragen. Ein Erledigungsvermerk hilft nur begrenzt, weil erledigte Störungen weiter in Scorewerte einfließen können (I ZR 97/25, Rn. 53).

Zahlst Du eine strittige Forderung nur, um eine Meldung zu vermeiden, dann ausdrücklich unter Vorbehalt. Für die spätere Rückforderung gilt die [Verjährung von Rückforderungsansprüchen](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/verjaehrung-von-rueckforderungsanspruechen/) von drei Jahren ab Jahresende (§§ 195, 199 BGB).

## Aus der Praxis

Eine Selbstständige aus Hamburg-Eimsbüttel hatte ein Online-Mentoring für 6.900 Euro gebucht und die zweite Rate gestoppt, weil der Anbieter keine ZFU-Zulassung besaß. Wenige Wochen später kommt ein Inkassoschreiben mit dem Hinweis, man werde die Forderung an die Schufa melden. Sie widerspricht schriftlich, nennt § 7 Abs. 1 FernUSG und fordert eine Datenkopie an. Die Schufa-Auskunft zeigt drei Monate später doch einen Eintrag. Ob er gelöscht werden muss, hängt davon ab, ob ihr Widerspruch vor der Meldung zuging und ob der Vertrag tatsächlich Fernunterricht war.

## Das Wichtigste in Kürze

- Ein Inkassoschreiben ist kein Schufa-Eintrag; gemeldet werden nach den Verhaltensregeln nur fällige, offene und unbestrittene Forderungen.
- § 31 Abs. 2 BDSG verlangt bei nicht titulierten Forderungen zwei schriftliche Mahnungen, vier Wochen Abstand, einen Hinweis auf die Meldung und kein Bestreiten.
- Bezahlte Forderungen bleiben in der Regel drei Jahre gespeichert, nur 18 Monate bei Zahlung binnen 100 Tagen und ohne weitere Negativdaten (Ziffer IV.1. Buchst. b, gebilligt durch BGH I ZR 97/25).
- Unrechtmäßige Einträge können nach Art. 17 DSGVO gelöscht werden; bei rechtswidriger Speicherung kommt Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO in Betracht.

## Häufige Fragen

### Ab wann gibt es einen Schufa-Eintrag nach Inkasso?

Erst wenn der Gläubiger oder das Inkassobüro die Forderung tatsächlich meldet. Vorher müssen nach § 31 Abs. 2 BDSG bei einer nicht titulierten Forderung zwei schriftliche Mahnungen nach Fälligkeit vorliegen, die erste mindestens vier Wochen alt, dazu ein Hinweis auf die mögliche Meldung. Hast Du die Forderung bestritten, darf sie auf diesem Weg nicht in den Score einfließen. Ein Titel wie ein Vollstreckungsbescheid ersetzt diese Schritte.

### Darf ein Inkassobüro ohne Mahnung einen Schufa-Eintrag machen?

Ohne Titel und ohne Anerkenntnis in der Regel nicht. Die Mahnstufen aus § 31 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 BDSG sind Voraussetzung dafür, dass eine einfache Zahlungsforderung in die Bonitätsbewertung eingeht. Liegt dagegen ein Urteil oder ein Vollstreckungsbescheid vor, braucht es keine weiteren Mahnungen. Prüfe in Deiner Datenkopie, auf welcher Grundlage die Meldung erfolgt ist, und bewahre alle Schreiben auf.

### Entsteht ein Schufa-Eintrag nach Inkasso automatisch?

Nein. Viele Inkassoverfahren enden, ohne dass ein Schufa-Eintrag nach Inkasso entsteht, etwa weil Du zahlst oder widersprichst. Ein Eintrag entsteht nur durch eine Einmeldung an die Auskunftei. Ob sie zulässig war, richtet sich nach Art. 6 Abs. 1 Buchst. f DSGVO und, für den Score, nach § 31 BDSG. Eine Drohung mit der Schufa im Schreiben ist für sich genommen noch keine Meldung.

### Wie lange bleibt ein Schufa-Eintrag nach Inkasso nach Bezahlung gespeichert?

Meist drei Jahre ab Ausgleich der Forderung. Nur 18 Monate sind es, wenn Du innerhalb von 100 Tagen nach der Einmeldung gezahlt hast, keine weiteren Negativdaten gemeldet wurden und keine Einträge aus dem Schuldnerverzeichnis oder Insolvenzbekanntmachungen vorliegen. So steht es in Ziffer IV.1. Buchst. b der Verhaltensregeln, die der BGH am 18.12.2025 als grundsätzlich angemessen bewertet hat.

### Muss die Schufa einen Eintrag sofort löschen, wenn ich bezahlt habe?

Nein, eine sofortige Löschung verlangt das Gesetz nicht. Das Oberlandesgericht Köln hatte das anders gesehen, der Bundesgerichtshof hat dieses Urteil aber aufgehoben (I ZR 97/25). Die Schufa darf erledigte Zahlungsstörungen nach den genehmigten Verhaltensregeln weiter speichern. Besondere persönliche Umstände können im Einzelfall eine frühere Löschung rechtfertigen, wenn sie Dein Interesse deutlich überwiegen lassen.

### Kann ich einen Schufa-Eintrag trotz Ratenzahlung bekommen?

Ja, das ist möglich. Eine Ratenzahlungsvereinbarung beseitigt eine schon erfolgte Meldung nicht, und die Forderung bleibt bis zur letzten Rate offen. Wurde die Ratenzahlung vor der Meldung vereinbart und hältst Du sie ein, ist die Forderung allerdings nicht mehr ohne Weiteres fällig im Sinne einer Zahlungsstörung. Lass Dir die Vereinbarung schriftlich bestätigen und frage nach, ob gemeldet wird.

### Was tun bei einem unberechtigten Schufa-Eintrag nach Inkasso?

Hole zuerst eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO bei der Schufa ein. Dann forderst Du vom Inkassobüro schriftlich den Widerruf der Meldung und von der Schufa die Löschung nach Art. 17 DSGVO, mit Begründung und Belegen. Setze eine Frist. Hilft das nicht, kommen eine Beschwerde bei der Datenschutzaufsicht und eine Klage auf Löschung in Betracht, bei rechtswidriger Speicherung auch Schadensersatz.

### Hilft es, der Forderung zu widersprechen, bevor gemeldet wird?

Ja, ein rechtzeitiger und begründeter Widerspruch ist der wichtigste Schutz. Bestrittene Forderungen fallen nicht unter die Mahnungsvariante des § 31 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 BDSG, und die Verhaltensregeln erfassen nur Forderungen, die bei der Übermittlung unbestritten sind. Ein pauschales „Ich zahle nicht“ genügt aber kaum. Nenne den Grund, etwa einen nichtigen Coachingvertrag oder eine nicht erbrachte Leistung.

### Kann ich Schadensersatz für einen falschen Schufa-Eintrag verlangen?

Möglich ist das nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO, wenn die Speicherung rechtswidrig war und Dir ein Schaden entstanden ist. Der BGH hat das im Verfahren I ZR 97/25 ausdrücklich als denkbaren Anspruch genannt und zur weiteren Prüfung zurückverwiesen. Den immateriellen Schaden musst Du konkret darlegen, etwa eine abgelehnte Finanzierung oder Ärger mit einem Vermieter. Pauschale Beträge gibt es nicht.

### Kann ein Inkassounternehmen einen Schufa-Eintrag selbst löschen lassen?

Ja. Wer die Daten gemeldet hat, kann die Meldung korrigieren oder widerrufen. Erkennt das Inkassobüro, dass die Forderung bestritten oder nicht berechtigt war, kann es die Auskunftei zur Löschung veranlassen. Verlangen kannst Du das vor allem dann, wenn die Meldung von Anfang an unzulässig war. Bei einer berechtigten, nur bezahlten Forderung bleibt es bei den Speicherfristen der Verhaltensregeln.

## Quellen

1. [BGH, Urteil vom 18.12.2025, I ZR 97/25 (Löschungsfrist bei Zahlungsstörungen)](https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2025/I_ZR__97-25.pdf?__blob=publicationFile&v=1), Bundesgerichtshof, abgerufen am 28.10.2026
2. [§ 31 BDSG Schutz des Wirtschaftsverkehrs bei Scoring und Bonitätsauskünften](https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_2018/__31.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 28.10.2026
3. [Verhaltensregeln für die Prüf- und Speicherfristen von personenbezogenen Daten durch die deutschen Wirtschaftsauskunfteien (genehmigt zum 01.01.2025)](https://datenschutzkonferenz-online.de/media/vr/250525_CoC_DW_.pdf), Datenschutzkonferenz / Die Wirtschaftsauskunfteien e.V., abgerufen am 28.10.2026
4. [§ 7 FernUSG Nichtigkeit](https://www.gesetze-im-internet.de/fernusg/__7.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 28.10.2026

## Verwandte Begriffe

- [Inkasso wegen Coachinggebühren](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/inkasso-wegen-coachinggebuehren/)
- [Coaching-Rechnung nicht bezahlt](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/coaching-rechnung-nicht-bezahlt/)
- [Nichtigkeit des Coachingvertrags](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/nichtigkeit-des-coachingvertrags/)
- [Mahnbescheid widersprechen](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/mahnbescheid-widersprechen/)
- [Datenschutz im Coaching](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/datenschutz-im-coaching/)

> Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine anwaltliche Beratung im Einzelfall. Ob und wie die beschriebenen Regeln in Ihrer Situation greifen, hängt von den Umständen ab. Für eine Einschätzung Ihres Falls sprechen Sie uns gern an.
