# Kündigung im Minijob

> **Kurz erklärt:** Eine Kündigung im Minijob beendet ein geringfügiges Arbeitsverhältnis und folgt denselben Regeln wie jede andere Kündigung. Maßgeblich sind § 622 BGB für die Fristen, § 623 BGB für die Schriftform und gegebenenfalls das Kündigungsschutzgesetz. Gegen eine schriftliche Kündigung musst Du innerhalb von drei Wochen klagen (§ 4 KSchG).

- Thema: [Kündigung](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/thema/kuendigung/)
- Verfasst von: [Redaktion Kanzlei CleverLaw](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/redaktion/)
- Stand: 28.10.2026
- Quelle: https://cleverlaw.de/rechtslexikon/kuendigung-im-minijob/

## Gilt für Minijobber dasselbe Kündigungsrecht wie für Vollzeitkräfte?

Arbeitsrechtlich ist der Minijob ein normales Teilzeitarbeitsverhältnis, das stellt [§ 2 Abs. 2 TzBfG](https://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/__2.html) klar. Nach § 4 Abs. 1 TzBfG darfst Du ohne sachlichen Grund nicht schlechter behandelt werden als Vollzeitkräfte. Das Bundesarbeitsgericht hat am 18.01.2023 (5 AZR 108/22) entschieden, dass ein geringfügig beschäftigter Rettungsassistent für dieselbe Arbeit keinen niedrigeren Stundenlohn bekommen durfte.

Was einen [Minijob](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/minijob/) ausmacht, regelt nur das Sozialversicherungsrecht: Nach § 8 Abs. 1a SGB IV liegt die Grenze 2026 bei 603 Euro, ab 01.01.2027 bei 633 Euro (Mindestlohn nach § 1 MiLoV5). Für die Kündigung im Minijob spielt sie keine Rolle.

## Welche Frist und Form gelten bei der Kündigung im Minijob?

Ohne abweichende Vereinbarung gilt die Grundkündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende ([§ 622 Abs. 1 BGB](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html)). Kündigt der Arbeitgeber, verlängert sie sich mit der Dauer der Beschäftigung, etwa nach zwei Jahren auf einen Monat zum Monatsende. In einer vereinbarten Probezeit von höchstens sechs Monaten reichen zwei Wochen. Details zur Berechnung stehen unter [Kündigungsfrist im Minijob](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/kuendigungsfrist-im-minijob/).

Kürzere Fristen sind nur in Ausnahmen zulässig. Bei einer vorübergehenden Aushilfe darf der Vertrag in den ersten drei Monaten kürzere Fristen vorsehen (§ 622 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 BGB). Arbeitgeber mit in der Regel nicht mehr als 20 Beschäftigten dürfen vier Wochen ohne festen Endtermin vereinbaren (Nr. 2).

Für jede Kündigung gilt die [Schriftform der Kündigung](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/schriftform-der-kuendigung/) nach § 623 BGB: Papier mit eigenhändiger Unterschrift. Eine Nachricht per WhatsApp, SMS oder E-Mail beendet das Arbeitsverhältnis nicht, auch wenn Du selbst kündigst.

## Haben Minijobber Kündigungsschutz?

Das Kündigungsschutzgesetz schützt auch Minijobber, wenn zwei Voraussetzungen vorliegen. Das Arbeitsverhältnis muss länger als sechs Monate bestehen (§ 1 Abs. 1 KSchG), und der Betrieb darf kein [Kleinbetrieb](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/kleinbetrieb/) sein. Nach [§ 23 Abs. 1 KSchG](https://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__23.html) braucht es dafür in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer; für vor 2004 begonnene Arbeitsverhältnisse kann noch die alte Schwelle von mehr als fünf gelten. Teilzeitkräfte bis 20 Wochenstunden zählen dabei mit 0,5, bis 30 Stunden mit 0,75.

Greift das Gesetz, braucht der Arbeitgeber einen personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten Grund. Unabhängig davon gilt Sonderkündigungsschutz ab dem ersten Tag: in der Schwangerschaft nach § 17 MuSchG, siehe [Kündigungsschutz in der Schwangerschaft](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/kuendigungsschutz-in-der-schwangerschaft/), und in der Elternzeit nach § 18 BEEG. Für schwerbehinderte Menschen braucht der Arbeitgeber nach den ersten sechs Monaten die Zustimmung des Integrationsamts (§ 168 SGB IX).

Wer sich wehren will, muss die [Klagefrist von drei Wochen](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/klagefrist-von-drei-wochen/) einhalten. Sie läuft nach § 4 Satz 1 KSchG ab Zugang der schriftlichen Kündigung. Fehlt die Schriftform, beginnt sie gar nicht erst zu laufen.

## Was steht Dir nach der Kündigung im Minijob noch zu?

Bis zum Ende der Frist hast Du Anspruch auf Lohn, auch bei Freistellung. Offener Urlaub ist nach § 7 Abs. 4 BUrlG auszuzahlen, siehe [Urlaubsabgeltung](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/urlaubsabgeltung/). Eine Abfindung gibt es nur im Sonderfall des § 1a KSchG oder per Vereinbarung. Arbeitslosengeld entsteht aus dem Minijob nicht, weil geringfügig Beschäftigte nach [§ 27 Abs. 2 SGB III](https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__27.html) versicherungsfrei sind.

## Aus der Praxis

Eine Studentin arbeitet seit einem Jahr für 520 Euro im Monat in einem Café in Eimsbüttel. An einem Sonntagabend schreibt ihr der Inhaber per WhatsApp, sie brauche ab nächster Woche nicht mehr zu kommen. Weil die Nachricht die Schriftform des § 623 BGB nicht wahrt, besteht das Arbeitsverhältnis zunächst fort, und die Drei-Wochen-Frist des § 4 KSchG läuft noch nicht. Erst ein unterschriebenes Schreiben, das zehn Tage später im Briefkasten liegt, setzt die Frist von vier Wochen zum 15. oder Monatsende in Gang. Ob das Café mehr als zehn Beschäftigte hat und damit das Kündigungsschutzgesetz gilt, muss im Einzelfall geprüft werden; Teilzeitkräfte zählen dabei anteilig.

## Das Wichtigste in Kürze

- Minijobber sind Teilzeitbeschäftigte (§ 2 Abs. 2 TzBfG) und haben dieselben Kündigungsrechte wie Vollzeitkräfte.
- Ohne Sonderregel gilt eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder Monatsende, in der Probezeit zwei Wochen (§ 622 BGB).
- Die Kündigung muss schriftlich mit Unterschrift erfolgen (§ 623 BGB); WhatsApp oder E-Mail reichen nicht.
- Das Kündigungsschutzgesetz greift nach sechs Monaten in Betrieben mit in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmern (§ 23 KSchG).
- Die Minijob-Grenze liegt 2026 bei 603 Euro und ab 01.01.2027 bei 633 Euro (§ 8 Abs. 1a SGB IV, § 1 MiLoV5).

## Häufige Fragen

### Kann ein Minijob jederzeit gekündigt werden?

Nein, auch im Minijob müssen Fristen eingehalten werden. Ohne besondere Vereinbarung gilt nach § 622 Abs. 1 BGB eine Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Monats. Nur in einer vereinbarten Probezeit reichen zwei Wochen zu jedem Tag. Eine fristlose Kündigung setzt einen wichtigen Grund nach § 626 BGB voraus, etwa einen Diebstahl oder eine beharrliche Arbeitsverweigerung.

### Muss ein Minijob schriftlich gekündigt werden?

Ja. § 623 BGB verlangt für die Kündigung jedes Arbeitsverhältnisses die Schriftform, die elektronische Form ist ausgeschlossen. Nötig ist ein Schreiben mit eigenhändiger Unterschrift, das dem anderen zugeht. Das gilt für den Arbeitgeber und für Dich gleichermaßen. Eine mündliche Kündigung im Minijob oder eine Nachricht im Messenger ist unwirksam und beendet den Minijob nicht.

### Ist eine Kündigung im Minijob ohne Grund möglich?

In den ersten sechs Monaten und in Kleinbetrieben braucht der Arbeitgeber keinen besonderen Grund, weil das Kündigungsschutzgesetz dann nicht gilt. Willkürlich oder diskriminierend darf die Kündigung trotzdem nicht sein, etwa wegen des Geschlechts oder einer Behinderung nach dem AGG. Nach sechs Monaten in einem Betrieb mit mehr als zehn Arbeitnehmern ist dagegen ein Kündigungsgrund nach § 1 KSchG nötig.

### Bekommt man Arbeitslosengeld, wenn der Minijob gekündigt wird?

Aus dem Minijob allein nicht. Geringfügig Beschäftigte zahlen keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung und sind nach § 27 Abs. 2 SGB III versicherungsfrei. Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld kann nur aus früheren versicherungspflichtigen Beschäftigungen entstehen. Wer daneben einen Hauptjob hatte oder kurz vorher sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat, sollte das bei der Agentur für Arbeit prüfen lassen.

### Gibt es bei einer Kündigung im Minijob eine Abfindung?

Einen allgemeinen Anspruch auf Abfindung gibt es nicht, auch nicht für Vollzeitkräfte. Nur bei einer betriebsbedingten Kündigung mit ausdrücklichem Angebot nach § 1a KSchG entsteht ein gesetzlicher Anspruch, wenn Du die Klagefrist verstreichen lässt. Eine Abfindung kann aber in einem Vergleich vor dem Arbeitsgericht vereinbart werden. Wie viel Spielraum dafür besteht, hängt stark davon ab, ob das Kündigungsschutzgesetz greift.

### Was passiert mit dem Urlaub bei Kündigung im Minijob?

Minijobber haben denselben gesetzlichen Urlaubsanspruch wie andere, umgerechnet auf ihre Arbeitstage pro Woche. Kannst Du den Resturlaub bis zum Ende nicht mehr nehmen, muss der Arbeitgeber ihn nach § 7 Abs. 4 BUrlG in Geld abgelten. Beim Ausscheiden in der ersten Jahreshälfte steht Dir je vollem Monat ein Zwölftel des Jahresurlaubs zu (§ 5 Abs. 1 BUrlG).

### Kann ein Minijob fristlos gekündigt werden?

Nur aus wichtigem Grund nach § 626 BGB. Der Kündigende muss innerhalb von zwei Wochen ab Kenntnis der maßgeblichen Tatsachen reagieren (§ 626 Abs. 2 BGB). In der Regel ist bei Fehlverhalten zuerst eine Abmahnung nötig. Auch eine fristlose Kündigung bedarf der Schriftform. Ob ein Grund tatsächlich trägt, lässt sich nur am konkreten Sachverhalt beurteilen.

### Muss ich nach der Kündigung im Minijob noch arbeiten?

Ja, bis zum Ablauf der Kündigungsfrist besteht das Arbeitsverhältnis weiter, mit allen Pflichten. Du musst also zu den vereinbarten Zeiten arbeiten, und der Arbeitgeber muss Dich bezahlen. Stellt er Dich frei, behältst Du Deinen Lohnanspruch. Bist Du krank, gilt die Entgeltfortzahlung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz auch im Minijob, sobald das Arbeitsverhältnis vier Wochen bestanden hat.

### Darf man im Minijob gekündigt werden, wenn man schwanger ist?

Nein, grundsätzlich nicht. § 17 MuSchG verbietet die Kündigung während der Schwangerschaft und bis vier Monate nach der Entbindung, auch im Minijob und auch in der Probezeit. Weiß der Arbeitgeber nichts, kannst Du ihn noch innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung informieren. Ausnahmen gibt es nur mit Zustimmung der zuständigen Landesbehörde.

### Wie kündige ich meinen Minijob selbst richtig?

Schreibe eine kurze Kündigung auf Papier, nenne das Arbeitsverhältnis und den gewünschten Beendigungstermin und unterschreibe eigenhändig. Ohne andere Vereinbarung gilt auch für Dich die Frist von vier Wochen zum 15. oder Monatsende, in der Probezeit zwei Wochen. Übergib das Schreiben am besten persönlich gegen Empfangsbestätigung, damit Du den Zugang beweisen kannst.

## Quellen

1. [§ 622 BGB Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen](https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026
2. [§ 23 KSchG Geltungsbereich](https://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__23.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026
3. [§ 8 SGB IV Geringfügige Beschäftigung](https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/__8.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026
4. [§ 1 MiLoV5 Höhe des Mindestlohns](https://www.gesetze-im-internet.de/milov5/__1.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026
5. [BAG, Urteil vom 18.01.2023, 5 AZR 108/22](https://www.bundesarbeitsgericht.de/entscheidung/5-azr-108-22/), Bundesarbeitsgericht, abgerufen am 27.10.2026
6. [§ 4 KSchG Anrufung des Arbeitsgerichts](https://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__4.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026

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- [Kündigungsschutzklage](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/kuendigungsschutzklage/)

> Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine anwaltliche Beratung im Einzelfall. Ob und wie die beschriebenen Regeln in Ihrer Situation greifen, hängt von den Umständen ab. Für eine Einschätzung Ihres Falls sprechen Sie uns gern an.
