# Geldbuße

> **Kurz erklärt:** Eine Geldbuße ist die Geldsanktion für eine Ordnungswidrigkeit, im Alltag meist Bußgeld genannt. Nach § 17 Abs. 1 OWiG beträgt sie mindestens 5 Euro und höchstens 1.000 Euro, soweit ein Gesetz nichts anderes bestimmt. Im Straßenverkehr gelten höhere Obergrenzen. Anders als eine Geldstrafe ist die Geldbuße keine Kriminalstrafe und macht Dich nicht vorbestraft.

- Thema: [Bußgeldverfahren](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/thema/bussgeldverfahren/)
- Verfasst von: [Redaktion Kanzlei CleverLaw](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/redaktion/)
- Stand: 28.10.2026
- Quelle: https://cleverlaw.de/rechtslexikon/geldbusse/

## Was ist eine Geldbuße und worin unterscheidet sie sich von einer Geldstrafe?

Die Geldbuße ist die typische Folge einer [Ordnungswidrigkeit](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/ordnungswidrigkeit/). Nach § 1 OWiG ist das eine rechtswidrige und vorwerfbare Handlung, die ein Gesetz mit Geldbuße bedroht. Festgesetzt wird sie meist von einer Verwaltungsbehörde im [Bußgeldbescheid](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/bussgeldbescheid/) (§ 65 OWiG), nicht von einem Strafgericht.

Die Geldstrafe gehört dagegen ins Strafrecht. Sie wird nach § 40 StGB in Tagessätzen verhängt, die sich am Nettoeinkommen orientieren. Wo die Grenze zwischen beiden verläuft, erklärt der Eintrag [Straftat oder Ordnungswidrigkeit](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/straftat-oder-ordnungswidrigkeit/). Bei kleinen Verstößen gibt es noch eine dritte Stufe: Das [Verwarnungsgeld](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/verwarnungsgeld/) von 5 bis 55 Euro nach § 56 OWiG. Es ist keine Geldbuße und kostet keine Gebühren.

## Wie hoch darf eine Geldbuße sein?

Der Grundrahmen steht in [§ 17 Abs. 1 OWiG](https://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__17.html): 5 bis 1.000 Euro. Viele Gesetze setzen eigene Höchstbeträge. Für Verkehrsverstöße nach § 24 Abs. 1 StVG sind es bis zu 2.000 Euro ([§ 24 Abs. 3 Nr. 5 StVG](https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__24.html)). Fahren mit 0,5 Promille oder mehr kann nach § 24a Abs. 3 StVG bis zu 3.000 Euro kosten.

Fahrlässigkeit wird milder behandelt. Droht das Gesetz für Vorsatz und Fahrlässigkeit denselben Rahmen an, gilt für fahrlässiges Handeln nur die Hälfte des Höchstbetrags (§ 17 Abs. 2 OWiG). Eine Ausnahme nach oben enthält § 17 Abs. 4 OWiG: Die Geldbuße soll den wirtschaftlichen Vorteil aus dem Verstoß übersteigen, notfalls auch über das Höchstmaß hinaus. Gegen Firmen sieht § 30 OWiG eigene Rahmen vor, mehr dazu unter [Geldbuße gegen Unternehmen](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/geldbusse-gegen-unternehmen/).

## Wie wird die Geldbuße im Einzelfall bemessen?

Maßstab sind nach § 17 Abs. 3 OWiG die Bedeutung der Tat und der Vorwurf, der Dich trifft. Auch Deine wirtschaftlichen Verhältnisse zählen, bei geringfügigen Verstößen aber in der Regel nicht.

Im Straßenverkehr arbeiten Behörden mit dem [Bußgeldkatalog](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/bussgeldkatalog/). Seine Beträge sind Regelsätze für gewöhnliche Umstände und Fahrlässigkeit (§ 1 Abs. 2 BKatV). Ein Beispiel laut Anhang zur BKatV, lfd. Nr. 11.3.3 (Stand: Oktober 2026): 16 bis 20 km/h zu schnell kosten innerorts 70 Euro, außerorts 60 Euro. Wer vorsätzlich handelt, zahlt bei Regelsätzen über 55 Euro das Doppelte (§ 3 Abs. 4a BKatV). Das betrifft etwa den [Vorsatz bei Geschwindigkeitsüberschreitung](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/vorsatz-bei-geschwindigkeitsueberschreitung/).

Zur Geldbuße kommen Kosten. § 107 OWiG sieht eine Gebühr von 5 Prozent, mindestens 25 Euro, plus Auslagen wie 3,50 Euro für die Zustellung vor. Details stehen unter [Gebühren und Auslagen im Bußgeldbescheid](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/gebuehren-und-auslagen-im-bussgeldbescheid/).

## Was passiert, wenn Du nicht sofort zahlen kannst?

Der Bescheid fordert Dich nach § 66 Abs. 2 Nr. 2 OWiG auf, spätestens zwei Wochen nach Rechtskraft zu zahlen. Ist Dir das wirtschaftlich nicht zuzumuten, bewilligt die Behörde eine Zahlungsfrist oder Teilbeträge ([§ 18 OWiG](https://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__18.html)). Wie das praktisch läuft, beschreibt [Ratenzahlung beim Bußgeld](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/ratenzahlung-beim-bussgeld/).

Wer einfach nicht zahlt und keine Zahlungsunfähigkeit darlegt, riskiert [Erzwingungshaft](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/erzwingungshaft/). Sie darf wegen einer Geldbuße höchstens sechs Wochen dauern und ersetzt die Zahlung nicht (§ 96 OWiG). Die Vollstreckung verjährt nach § 34 OWiG in drei Jahren, bei mehr als 1.000 Euro in fünf Jahren, gerechnet ab Rechtskraft.

Steuerlich bleibt die Geldbuße Privatsache: § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 8 EStG verbietet den Abzug als Betriebsausgabe. Nicht verwechseln solltest Du sie mit der [Geldbuße im Disziplinarrecht](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/geldbusse-im-disziplinarrecht/), die Beamte nach eigenen Regeln trifft.

## Aus der Praxis

Eine Pflegekraft aus Harburg erhält einen Bußgeldbescheid über 260 Euro und einen Monat Fahrverbot, weil sie innerorts 34 km/h zu schnell gewesen sein soll. Zusammen mit Gebühr und Zustellkosten fordert die Behörde 288,50 Euro. Nach Miete und Kita-Kosten bleibt im Monat wenig übrig. Sie legt der Bußgeldstelle ihre Gehaltsabrechnung vor und beantragt Raten. Die Behörde bewilligt drei Monatsraten mit dem Hinweis, dass die Vergünstigung entfällt, wenn eine Rate ausbleibt. Ob sie zusätzlich gegen das Fahrverbot vorgeht, lässt sie vorher prüfen.

## Das Wichtigste in Kürze

- Eine Geldbuße beträgt nach § 17 Abs. 1 OWiG 5 bis 1.000 Euro, sofern ein Gesetz keinen anderen Rahmen setzt.
- Für Verkehrsordnungswidrigkeiten nach § 24 Abs. 1 StVG liegt die Obergrenze bei 2.000 Euro, bei Alkohol nach § 24a StVG bei 3.000 Euro, bei Cannabis zusammen mit Alkohol bei 5.000 Euro.
- Die Beträge im Bußgeldkatalog sind Regelsätze für Fahrlässigkeit; bei Vorsatz verdoppeln sich Regelsätze über 55 Euro (§ 3 Abs. 4a BKatV).
- Wer nicht sofort zahlen kann, hat unter den Voraussetzungen des § 18 OWiG Anspruch auf Zahlungsfrist oder Raten.
- Die Vollstreckung einer Geldbuße verjährt nach § 34 OWiG in drei Jahren, über 1.000 Euro in fünf Jahren.

## Häufige Fragen

### Was ist der Unterschied zwischen Geldbuße und Geldstrafe?

Die Geldbuße ahndet eine Ordnungswidrigkeit, die Geldstrafe eine Straftat. Eine Geldbuße setzt meist eine Verwaltungsbehörde im Bußgeldbescheid fest. Eine Geldstrafe verhängt nur ein Strafgericht oder es ergeht ein Strafbefehl, berechnet in Tagessätzen nach § 40 StGB. Nur die Geldstrafe ist eine Kriminalstrafe. Wer eine Geldbuße zahlt, ist deshalb nicht vorbestraft.

### Kann man eine Geldbuße in Raten zahlen?

Ja, wenn Dir die sofortige Zahlung wirtschaftlich nicht zuzumuten ist. § 18 OWiG verpflichtet die Behörde dann, eine Zahlungsfrist oder Teilbeträge zu bewilligen. Stelle den Antrag schriftlich und belege Einkommen und laufende Belastungen. Die Behörde kann anordnen, dass die Ratenzahlung entfällt, sobald Du eine Rate nicht rechtzeitig zahlst.

### Was regelt § 17 OWiG?

§ 17 OWiG legt Rahmen und Bemessung der Geldbuße fest. Absatz 1 nennt 5 bis 1.000 Euro, wenn ein Gesetz nichts anderes bestimmt. Absatz 2 halbiert das Höchstmaß bei Fahrlässigkeit. Absatz 3 nennt die Zumessungskriterien: Bedeutung der Tat, Vorwurf und wirtschaftliche Verhältnisse. Absatz 4 erlaubt, den Gewinn aus dem Verstoß abzuschöpfen, notfalls über das Höchstmaß hinaus.

### Wie hoch ist die Geldbuße bei 20 km/h zu schnell?

Innerorts sind es 70 Euro, außerorts 60 Euro. Das ergibt sich aus dem Anhang zur Bußgeldkatalog-Verordnung, lfd. Nr. 11.3.3, für 16 bis 20 km/h (Stand: Oktober 2026). Maßgeblich ist der Wert nach Abzug der Messtoleranz. Ab 60 Euro wird der Verstoß im Fahreignungsregister eingetragen. Hinzu kommen Gebühr und Auslagen nach § 107 OWiG.

### Was kostet eine rote Ampel als Geldbuße?

Der einfache Rotlichtverstoß mit dem Auto kostet laut Bußgeldkatalog 90 Euro und einen Punkt (Anlage zur BKatV, lfd. Nr. 132, Stand: Oktober 2026). War die Ampel schon länger als eine Sekunde rot, steigt der Regelsatz auf 200 Euro, dazu kommen ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte. Bei Gefährdung oder Sachschaden liegen die Beträge noch höher.

### Wie lange hat man Zeit, ein Bußgeld zu bezahlen?

In der Regel zwei Wochen ab Rechtskraft des Bußgeldbescheids. Diese Aufforderung muss der Bescheid nach § 66 Abs. 2 Nr. 2 OWiG enthalten. Rechtskräftig wird er, wenn die Einspruchsfrist von zwei Wochen ab Zustellung ungenutzt verstreicht. Hat die Behörde eine spätere Fälligkeit oder Raten nach § 18 OWiG bewilligt, gilt dieser Termin.

### Wie lange ist ein Bußgeld gültig?

Eine rechtskräftige Geldbuße kann nach § 34 OWiG drei Jahre lang vollstreckt werden, bei mehr als 1.000 Euro fünf Jahre. Die Frist beginnt mit der Rechtskraft. Sie ruht unter anderem, solange Raten bewilligt sind. Davon zu trennen ist die Verfolgungsverjährung: Sie entscheidet, ob ein Bescheid überhaupt noch erlassen werden darf, im Straßenverkehr meist nach sechs Monaten.

### Ab welcher Geldbuße gibt es Punkte in Flensburg?

Ab einer festgesetzten Geldbuße von 60 Euro, wenn der Verstoß in der Fahrerlaubnis-Verordnung mit Punkten bewertet ist. Das regelt § 28 Abs. 3 Nr. 3 StVG. Ordnet die Behörde ein Fahrverbot an, wird die Entscheidung auch bei niedrigerer Geldbuße eingetragen. Ein Verwarnungsgeld bis 55 Euro führt nie zu Punkten.

### Kann ich eine Geldbuße von der Steuer absetzen?

Nein. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 8 EStG schließt Geldbußen, Ordnungsgelder und Verwarnungsgelder deutscher und europäischer Stellen vom Abzug als Betriebsausgabe aus. Für Werbungskosten gilt das über § 9 Abs. 5 EStG entsprechend. Auch wer beruflich unterwegs geblitzt wird, trägt die Geldbuße also steuerlich selbst.

### Was passiert, wenn man ein Bußgeld nicht bezahlt?

Dann vollstreckt die Behörde die Geldbuße, etwa durch Pfändung. Zahlst Du nicht und legst auch nicht dar, warum Du nicht zahlen kannst, kann das Gericht Erzwingungshaft anordnen (§ 96 OWiG). Sie dauert höchstens sechs Wochen pro Geldbuße und tilgt die Schuld nicht. Wer wirklich nicht zahlen kann, sollte deshalb früh Raten beantragen.

### Wird das Bußgeld für Wiederholungstäter teurer?

Es kann teurer werden. Die Regelsätze des Bußgeldkatalogs berücksichtigen Voreintragungen zwar nicht (§ 3 Abs. 1 BKatV). Behörde und Gericht dürfen einschlägige Voreintragungen aber bei der Zumessung nach § 17 Abs. 3 OWiG einbeziehen und den Regelsatz erhöhen. Bei wiederholtem Rasen ab 26 km/h binnen eines Jahres kommt zudem ein Fahrverbot nach § 4 Abs. 2 BKatV in Betracht.

## Quellen

1. [§ 17 OWiG Höhe der Geldbuße](https://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__17.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026
2. [§ 24 StVG Verkehrsordnungswidrigkeit](https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__24.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026
3. [Anhang zur BKatV (Tabelle 1 Geschwindigkeit)](https://www.gesetze-im-internet.de/bkatv_2013/anhang.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026
4. [§ 18 OWiG Zahlungserleichterungen](https://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__18.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026
5. [§ 34 OWiG Vollstreckungsverjährung](https://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__34.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026
6. [§ 3 BKatV Bußgeldregelsätze](https://www.gesetze-im-internet.de/bkatv_2013/__3.html), Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 27.10.2026

## Verwandte Begriffe

- [Bußgeldbescheid](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/bussgeldbescheid/)
- [Verwarnungsgeld](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/verwarnungsgeld/)
- [Bußgeldkatalog](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/bussgeldkatalog/)
- [Ratenzahlung beim Bußgeld](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/ratenzahlung-beim-bussgeld/)
- [Gebühren und Auslagen im Bußgeldbescheid](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/gebuehren-und-auslagen-im-bussgeldbescheid/)
- [Vollstreckungsverjährung](https://cleverlaw.de/rechtslexikon/vollstreckungsverjaehrung/)

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